22.02.2025

Extrem rechte Demonstration in Aschaffenburg

Unter dem Motto »Gegen Linke Hetze und Gewalt« nahmen am Samstag, den 22. Februar 2025, rund 450 Personen an einer Demonstration in Aschaffenburg teil. Dazu aufgerufen hat Rhein-Main-steht-auf (RMSA) und die Klartext-Bürgerzeitung.

Das Feld der Teilnehmenden setzte sich aus bekannten Personen aus der rechten Verschwörungsszene bis hin zu organisierten Neonazis zusammen, die teils weite Anreisewege auf sich nahmen. Aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen reiste mit ca. 25 Mitglieder die Gruppierung Der Störtrupp (DST) an. Die Gruppe von DST wurde vor Beginn der Demo von der Polizei festgesetzt und kontrolliert. Hierbei wurde Schutzbewaffnung in Form von Quarzhandschuhen festgestellt. Zudem nahmen Neonazis von Der Dritte Weg und Die Heimat sowie deren Jugendorganisation Junge Nationalisten bei der Demonstration teil.
Einige der DemonstrantInnen besuchten bereits eine Woche zuvor, dem 15. Februar 2025, in Dresden eine Neonazidemo. Diese gilt als eine der größten in Europa.

Bei der Auftaktkundgebung am Volksfestplatz sprachen unter anderen Ramona Storm, Landtagsabgeordnete für die Alternative für Deutschland (AfD) in Bayern, Michael Hetzel, Führungsperson von RMSA und Vorstandsmitglied im AfD-Bezirk Unterfranken, Christoph Barth von der Klartext-Bürgerzeitung sowie Roland Müller aus dem Rhein-Pfalz-Kreis.

Inhaltlich wurde kräftig für die AfD geworben. Dies drückte sich zum Beispiel an Transparenten mit der Aufschrift »Alice Meine Kanzlerin« oder auch in der starken Präsenz von AfD-Logos und Fahnen aus. Nach außen wirkte die Demo aggressiv, was sicherlich auch an dem hohen Alkoholkonsum der TeilnehmerInnen lag. Immer wieder versuchten diese, Gegenprotestierende zu provozieren.

Rund 700 Personen demonstrierten gegen die extrem rechte Veranstaltung.